Verhaltenstherapie

 

 

Nicht, weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
           sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
                                                               SENECA


Die Verhaltenstherapie ist eine an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierte Therapierichtung. Sie geht davon aus, dass menschliches Erleben und Verhalten - aufbauend auf körperlichen Anlagen - im Lauf des Lebens größtenteils erlernt wird.

Alle Menschen sind geprägt von ihren lebensgeschichtlichen Erfahrungen. Was aber erlernt wurde, kann im Bedarfsfall auch wieder verlernt werden. Dies gilt gleichermaßen für "normales" wie auch problematisches Verhalten, für Gedanken genauso wie für Gefühle. Negative Lernerfahrungen können vor allem dadurch korrigiert werden, dass wir andere, bessere Fähigkeiten erwerben. Dazu bietet die Verhaltenstherapie in vielen Bereichen ein Neulernen an, vermittelt aktive Fähigkeiten zur Lebensbewältigung und fördert außerdem die (immer vorhandenen!) persönlichen Stärken und Talente.

Die Verhaltenstherapie nimmt an, dass psychische Probleme, seelische Störungen und psychosomatische Erkrankungen auf Fehlentwicklungen in der persönlichen Vergangenheit zurückzuführen sind. Wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, ist aber nicht nur die frühe Kindheit von Bedeutung. Selbst später noch, können bestimmte Erfahrungen zu ernsten Schwierigkeiten führen, wobei meist psychische, körperliche und soziale Einflüsse zusammenwirken.

Umgekehrt wissen wir, dass die menschliche Entwicklung einen lebenslangen Prozess darstellt. So besteht gute Hoffnung, auch bei einer relativ "schwierigen" Kindheit oder Vergangenheit durch eine Verhaltenstherapie positive Bewältigungsmöglichkeiten zu erwerben - nach dem Motto: "Was kann ich ab jetzt, trotz alledem, mit Blick nach vorn für mich erreichen?"

Ähnlich wie ein Fahrlehrer ist der Therapeut ein wohlwollender Begleiter, vermittelt neue Fähigkeiten, regt Veränderungen und bessere Lösungen an und hilft beim Beseitigen von Hindernissen, die dem Wohlbefinden im Alltag im Wege stehen (z.B. Ängste, Depressionen, negative Einstellungen usw.). Wenn Sie als Patient die Anstöße Ihres Therapeuten aufgreifen und - im Rahmen Ihrer Möglichkeiten - aktiv mitarbeiten, leisten Sie einen wesentlichen Beitrag dazu, dass die Therapie gelingt.

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